Pflegeanleitung für Ihren Rasen

Damit sich Ihr NEU angelegter Rasen innerhalb kurzer Zeit zu einer ansehnlichen Grünfläche entwickelt, ist eine Fertigstellungspflege erforderlich. Dies sowohl nach verlegen eines Rollrasens als auch einer Rasenansaat. Alle erforderlichen Arbeiten der Fertigstellungspflege werden in der Regel von Ihrem Landschaftsgärtner ausgeführt auf Grundlage der DIN 18917 , es sei denn die Pflege wurde nicht beauftragt. Wenn Sie diese Arbeiten selbst durchführen wollen, sollten Sie jedoch einige nützliche Tipps beachten, damit sich Ihr Rasen möglichst schnell entwickelt und Sie ihn auch entsprechend nutzen können. Denn besonders in den ersten Wochen gemachte Fehler würden sich langfristig auf Ihren Rasen auswirken. Vorab sei darauf hingewiesen, dass ungünstige Wachstumsbedingungen Ihren Rasen erheblich beeinträchtigen und falsches Wässern oder nicht fachgerechte Düngung zu Wachstumsstörungen, Vermoosung oder gar zum Totalausfall des Rasens führen können. Wir bitten Sie deshalb im eigenen Interesse bei den durchzuführenden Arbeiten die erforderliche Sorgfalt walten zu lassen und nachfolgende Pflegehinweise entsprechend zu beachten:

♦ Für Fertigrasen (Rollrasen)

Die Verlegung eines Fertigrasens (häufig als Rollrasen bezeichnet) ist die schnellste Art eine geschlossene und sofort begehbare Rasenfläche zu erhalten. Damit Ihr neuer Rollrasen innerhalb kurzer Zeit auch eine belastbare Grünfläche darstellt, muss er vollständig angewachsen sein.

Wässern

Nach dem Verlegen des Rollrasens MUSS dieser für ca. 2 – 3 Wochen dauerhaft feucht gehalten werden. Am besten wirkt hier ein Rasenregner. Wässern Sie bei trockenem und heißem Wetter morgens und abends durchdringend. Allerdings nur so viel, dass der Boden zwar durch feuchtet ist, der Rollrasen aber noch begehbar bleibt. Zuviel Wasser verursacht Fäulnis an Blättern und Wurzeln, zu wenig Wasser lässt den Rasen vertrocknen. Als Faustformel für einen Wassergang sollten 15 Liter pro m² aufgebracht werden.

giessen

Dies führt im Normalfall zu einer Durchfeuchtung desBodens von ca. 15 cm. Ermittelt werden kann die benötigte Wassermenge durch einen Regenmesser oder eine Wasserruhr, die irn Fachhandel erworben werden können. Bei guter Pflege wächst verlegter Fertigrasen sofort weiter. Der Blattzuwachs beträgt pro Tag zwischen 0,5 und 1 cm. Ist Ihr Rollrasen mit dem Untergrund fest verwurzelt (etwa 3 Wochen nach dem Verlegen) brauchen Sie nicht mehr täglich gießen. Es ist hier auf die Witterung abzustellen. Beim Gießen von Rasenflächen werden häufig Fehler gemacht. Besser seltener, dafür durchdringend gießen (15 l/m² reichen in der Regel für 6 – 10 Tage aus). Tägliches Gießen beruhigt zwar das Gewissen, ist aber sehr umweltfeindlich, da der Großteil des Wassers verdunstet und nicht dem Rasen zu Gute kommt oberflächliches wässern Gießen bewirkt, dass sich die Wur­zeln nur in den oberen Zentimetern des Bodens entwickeln und nicht in die Tiefe wachsen. Dadurch verfilzt die Oberfläche stärker und die Grä­ser sind noch empfindlicher gegen Austrocknen.

Rasenschnitt

Der erste Schnitt sollte erfolgen, wenn die Halme eine Höhe von ca. 8 om erreicht haben. Schneiden Sie Ihren Rollrasen deshalb während der Vegetationszeit regelmäßig, d. h. wöchentlich auf eine Schnitthohe von ca. 3,5 – 4 cm zurück. Je häufi­ger Sie mähen, umso dichter wird Ihr Rollrasen (Grasnarbe). Vermei­den Sie zu tiefes Mähen, da einige Gräser bei einer Halmlänge von we­niger als 2 cm dauerhaft geschädigt werden. Verwenden Sie hierzu nur gut geschliffene und scharfe Mäh­rnesser! Rechen Sie das Schnittgut vorsichtig ab.

Düngen

In der Zeit von März bis Mitte Sep­tember sollten Sie Ihren Rasen in regelmäßigen Abständen düngen. Am besten eignet sich hierzu ein handelsüblicher Rasendünger. Insge­samt sollten nicht mehr als 10g N/m2 und Jahr ausgebracht werden. Beachten Sie in jedem Fall die Dün­geempfehlung des Herstellers. Bringen Sie die berechnete Dünger­menge in zwei Arbeitsschritten kreuzweise, am besten mit einem Düngewagen aus. Nach dem Aus­bringen des Düngers müssen Sie den Rasen gründlich wässern. Un­gleichmäßiges Düngen führt zu ungleichmäßigem Wachstum und unterschiedlicher Farbgebung des Rollrasens. Wenn Sie vorgenannte Pflegetipps beachten, bleibt Ihr Rasen dicht, moos- und unkrautfrei und behält seine sattgrüne Farbe. Sollten Sie dennoch trotz sorgfältiger Pflege Probleme mit Ihrem Rollrasen be­kommen oder weitere Fragen zur Pflege haben, können Sie sich jeder­zeit an Ihren Landschaftsgärtner wenden.

♦ Für angesäten Rasen

nach dem ansäen der Grünfläche beachten Sie die folgenden Tipps:

Wässern

Sobald das Saatgut ausgebracht ist, darf dieses keinesfalls austrocknen. An einem sonnigen, warmen Tag würden im Extremfall wenige Stunden Trockenheit das Aus für das Saatgut bedeuten, wenn es zuvor einmal durchfeuchtet war. Bis zur Keimung, je nach Witterung und Rasenart dauert dies ca. 8 bis 14 Tage, muss die Vegetationsfläche feucht gehalten werden. Am besten wirkt hier ein Viereckregner. Mit dem Erscheinen eines ersten grünen Schimmers sind die gegebenen Wassermengen zu erhöhen, kurze Regenschauer sind für ein ausreichendes Verwurzeln der Rasenpflanzen keinesfalls ausreichend. Je nach Witterungsverlauf, an einem Sommertag verdunsten bis zu 3 l/m², sollten wöchentlich etwa vier Gaben von 5 l/m²vorgesehen werden. Ermittelt werden kann die ausgebrachte Wassermenge durch einen Regenmesser oder eine Wasseruhr, die im Fachhandel erworben werden können. Grundsätzlich gilt, dass sich auf der Fläche keine Pfützen bilden dürfen, die Fläche muss noch begehbar bleiben. Auch wenn der neue Rasen bereits eine gleichmäßige Grünfläche darstellt, ist anfangs auf eine gleich bleibende, tiefgründige Bodenfeuchte zu achten. Die notwendige Feuchte erreichen Sie, indem Sie die Fläche nur noch ein bis zweimal pro Woche mit einer Wassermenge von etwa 10 l/m² beregnen. Bitte beachten Sie, dass besonders im Regenschatten von Gebäuden oder großen Gehölzen intensives Beregnen notwendig ist. Etwa vier Wochen nach dem Keimen des Saatgutes sind die Wurzeln ausreichend tief mit der Vegetationstragschicht verwachsen, so dass Sie das Wässern reduzieren können. Bei trockenem und heißem Wetter sollten Sie Ihren neuen Rasen weiterhin ausreichend feucht halten. Besser seltener, dafür durchdringend gießen ( 15 l/m² reichen in der Regel für 6-10 Tage aus!)

Rasenschnitt

Schneiden Sie Ihren Rasen während der Vegetationszeit regelmäßig! Das bedeutet, dass Sie die Fläche mindestens wöchentlich auf eine Länge von ca. 4 cm schneiden sollten.

rasen

Je häufiger Sie mähen, umso dichter wird Ihr Rasen, es bildet sich eine feste Grasnarbe. Die Schnittintervalle können auf keinen Fall durch tieferes Mähen der Halme verlängert werden, da einige Gräser bei einer geringeren Schnitttiefe dauerhaft geschädigt werden. Achten Sie auf scharfe Messer Ihres Mähers, rechen Sie das Schnittgut sorgfältig ab. Die seit einiger Zeit im Handel erhältlichen Mulchmäher sind für einen Zierrasen nur bedingt geeignet, da durch das nicht entfernte Schnittgut die Grasnarbe wesentlich schneller verfilzt.

Düngen

Nach dem ersten Schnitt düngen Sie mit einem schnell wirkenden mineralischen Stickstoffdünger (5 g N/m2). Später sollten Sie in der Zeit von April bis Mitte September Ihren Rasen in regelmäßigen Abständen düngen. Am besten eignet sich hierzu ein handelsüblicher Rasendünger. Insgesamt sollten nicht mehr als 10 g N/m2 und Jahr ausgebracht werden. Beachten Sie in jedem Fall die Düngeempfehlung des Herstellers! Bringen Sie die berechnete Düngermenge in zwei Arbeitsschritten kreuzweise, am besten mit einem Düngewagen aus. Ungleichmäßiges Düngen führt zu ungleichmäßigem Wachstum und unterschiedlicher Färbung der Rasengräser.

Vertikutieren und Aerifizieren

Auch wenn der Rasen regelmäßig gemäht und das Schnittgut sorgfältig ab geharkt wird, kommt es im Laufe der Zeit zum Verfilzen der Grasnarbe. Um den Rasenfilz zu entfernen, sollte Ihr Rasen in regelmäßigen Abständen vertikutiert werden. Der Vertikutierer wird dabei bis zur Bodenoberfläche eingestellt, um breitblättrige Wildkräuter, Moos und horizontale Ausläufer der Gräser zu entfernen; zur Anregung des Wurzelwachstums kann er auch einige Millimeter tiefer gestellt werden. Damit nach dem Vertikutieren eine Verdichtung der gelockerten Oberfläche vermieden wird, ist die gesamte Rasenfläche zu besanden. Bei tiefer gehenden Verdichtungen sollte zusätzlich mit einem Aerifiziergerät gearbeitet werden, das eine bessere Durchlüftung und Wasserführung im Boden ermöglicht. Diese Arbeiten sollten von Ihrem Landschaftsgärtner ausgeführt werden. Wenn Sie die zuvor genannten Punkte beachten, wird sich schon bald ein ansehnlicher Rasen entwickeln. Sollten Sie dennoch trotz sorgfältiger Pflege Probleme mit Ihrem Rasen bekommen oder weitere Fragen zur Pflege haben, können Sie sich jederzeit an uns wenden.

Ihr Experte für Garten- & Landschaftsbau berät Sie gerne.