Willkommen auf unserer Infoseite über Brennholz !

 

1. Die gebräuchlichen Maßeinheiten für Scheitholz

Darstellung Bezeichnung Erklärung
festmeter (2) Festmeter, m³ (Fm) Ein Festmeter (Fm) entspricht einem Kubikmeter (m³) fester Holzmasse. Es kann sich hierbei sowohl um Rund-, Lang- oder Stammholz ab Wald handeln.
raummeter-211x161 Raummeter, m³(Rm) Parallel geschichtetes Brennholzsortiment (1m lange Spalten oder Knüppel), 1m breit x 1m hoch, regional auch als Ster bezeichnet
– 1 (Rm) entspricht ca. 0,7 (Fm)
SRm-192x161 Schütt-Raummeter, m³(SRm) Schütt-Raummeter, lose geschüttetes Brennholz im Ofenmaß (Scheit-Länge in cm angegeben) entspricht einem Volumen von 1 m³ – 1 (SRm) entspricht ca. 0,43 bis 0,5 (Fm)

2. Was ist für den wirtschaftlichen Brennholzkauf zu beachten ?

 

 

 

 

Die Kosten für Brennholz orientieren sich an dessen Brennwert und steigen in der Regel mit diesem. Der Brennwert ist im wesentlichen abhängig von der Holzart und der Holzfeuchte zum Verbrennungszeitpunkt. Die Holzfeuchte steht auch nach der Trocknungsphase in einer permanenten Wechselwirkung mit der Umgebungsluft (Temperatur und Feuchte) (siehe Tabelle1) .

Holzfeuchte

 

 

 

 

Daher ist für den wirtschaftlichen Kauf die eigene Brennholz-Lagersituation ein elementares Entscheidungsmerkmal (siehe Tabelle2).
Lufttrockens Holz sollte daher etwa mit dem Feuchtegehalt eingekauft werden, der auch der eigenen Lagersituation entspricht.
Bei Lagerung im Freien kann auch der Kauf von feuchtem Holz im Frühjahr sinnvoll sein, wenn der Verbrauch erst zum Jahresende erfolgt.
Kauf von technisch getrocknetem Holz ist nur bei Lagerung in geheizten Räumen sinnvoll.

Lagerung

3. Tipps zur richtigen Lagerung von Scheitholz

Die Luft nimmt Feuchte aus dem Scheitholz vor allem über das Hirnholz auf. Während der Feuchteaufnahme kühlt die Luft ab, wird schwerer als die umgebende Luft und sinkt nach unten. Wird Brennholz also direkt auf den Boden gesetzt, kann die Luft nicht ungehindert zirkulieren. Es gehen – je nach Stapelhöhe – etwa 5 bis 10 % des Heizwertes durch Verrottung oder zu hohe Feuchte insbesondere in den unteren Lagen verloren. Durch ausreichenden Bodenabstand kann Spritzwasser und Staunässe vermieden werden, da die feuchte, kühle Luft unterhalb des Stapels ungehindert abfliesen kann.

Trocknung

Hilfreiche Tipps zur Trocknung:
• Abgelängtes und gespaltenes Holz trocknet besser. Als Richtwert gilt: Bei einem Rundholzdurchmesser bis 20 cm mindestens einmal spalten, stärkere Durchmesser mehrfach spalten.
• Holzstapel zum Schutz gegen Niederschläge (Wiederbefeuchtung) nur von oben abdecken. Abdeckungen, die zum Boden reichen, verschlechtern oder verhindern eine ordnungsgemäße Trocknung.
• Bereits getrocknetes Holz kann ohne Heizwertverlust gelagert werden, wenn es dauerhaft vor Wiederbefeuchtung geschützt wird.
• Lagerorte in umschlossenen Räumen sollten für frisches Holz gemieden werden (Schimmelgefahr!), trockenes Holz (mit Holzfeuchte kleiner 25 %) kann in umbauten Räumen gelagert werden.

4. Berechnung von Wasseranteil und Holzfeuchte

Bei der Produktion und im Handel werden zwei Bezeichnungen für den Trocknungsgrad des Holzes verwendet.

Wasseranteil [w]: Anteil des Wassers in Bezug auf das Gewicht des feuchten Holzes
formel1-300x50
Holzfeuchte [u]: Anteil des Wassers in Bezug auf das Gewicht der darrtrockenen (= wasserfreien) Holzmasse
formel-2-300x50

5. Bestimmung der Holzfeuchte

Mit handelsüblichen elektrischen Widerstandsmessgeräten kann die Scheitholzfeuchte einfach und hinreichend genau bestimmt werden.

Messung

Dazu wie folgt vorgehen:
• Repräsentatives Scheit aus dem Stapel entnehmen
• Scheit mit einer Axt spalten
• Das Holzfeuchtemessgerät an der „frischen“ Spaltfläche ansetzen, quer zur Holzfaser einstechen und die Holzfeuchte messen
• Diese Messung mindestens dreimal entlang der Spaltfläche wiederholen
• Alle Messergebnisse addieren und durch die Anzahl der Messungen dividieren
• Ergebnis: Durchschnittliche Holzfeuchte innerhalb des Holzscheites


6. Gesetzliche Anforderungen an Scheitholz

Scheitholz darf für den Einsatz in genehmi-gungsfreien Feuerungen einen Wassergehalt [w] von 20 % nicht überschreiten. Dies entspricht einem Feuchtegehalt [u] von 25 %.

(Gemäß § 3 (3) der 1. BImSchV vom 22.03.2010)

In nebenstehendem Schaubild ist zu erkennen das diese Forderung bei Freilufttrocknung bereits nach ca. 9 bis 10 Monaten Trockenzeit erfüllt werden kann.

Trocknung-Dia